• Gedichtbände von Pierre Lischke

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    "Hallo Pierre,

    Danke für das umwerfende Weinen, welches mir dein kleines Büchlein heute schon geschenkt hat...da sind ganz viele schalldichte Mauern ins Wanken geraten, ein paar sind vielleicht sogar eingestürzt, und nun kann das Außen wieder gut zum Innen sein und das Innen sich berühren lassen....Danke!"

     

    - E-Mail einer Leserin, die "wandern im kokon" bestellt hat

    oder erstmal noch stöbern?

  • Gedichtband Nr. 1 - Lass der Seele ihre Worte frei

    über Schreiben & Dichten,
    über den Untergang der Welt
    & das Leuchten der Halbmondin.

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    Klappentext

    „Tell me, what is it you plan to do with your one wild and precious life?“ fragte die US-Amerikanische Poetin Mary Oliver in ihrem Gedicht ‚The Summer Day‘. Als sie am 17. Januar 2019 stirbt, antwortet es in mir mit „meiner Seele ihre Worte freilassen!“. Also schrieb ich. Von der Seele. Vom Schreiben. Von Erinnerungen an die Zukunft. Von der brennenden Erde. Von einer Halbmondin. Von Menstruation und vom Landleben.

     

    Gedichte aus dem Zeitraum Januar - Mai 2019.

     

    14 Gedichte. Cover-Illustrationen von Talica Hoepfner (Vorderseite) und Milli Leibfarth (Rückseite). 28 Seiten. DIN A6 Graspapier. Umschlag 150 g/m². Innenseiten 110 g/m². Schriftgröße der Gedichte: 9pt. Gedruckt bei Die Grasdruckerei.

    Ein Gedicht aus dem Gedichtband
    "Lass der Seele ihre Worte frei"

    Als die Erde unterging

     

    Wie konnten wir

    vergessen,

    dass du, Fluss,

    fließend

    unsere Sprache sprichst,

    wenn dein Vertrocknen auch unser ist


    Wie konnten wir

    verdrängen,

    dass ihr, Stämme,

    mit uns verwandt seid,

    wenn euer Fall auch unser ist


    Wie konnten wir

    ruhig schlafen

    ohne dass ihr, Vögel,

    eure Lieder

    singt,

    wenn euer Verstummen auch unser ist

     

    Wie konnten wir

    unszuhausefühlen

    in Asphaltdschungeln


    Wie konnten wir

    uns ausruhen

    auf Verkehrsinseln


    Wie konnten wir

    die Sonne grüßen,

    als wäre es nicht

    die brennende Erde,

    die vor unseren Augen

    untergeht


    Wie konnten wir

    davon ausgehen,

    dass sie eines fremden Tages

    in voller Blütenpracht

    wieder aufgeht,

    wenn unser Nichtblühen auch ihres ist

     

    - Pierre Lischke

  • Gedichtband Nr. 2 - meine lieben und ngsten
    + Freispruch. Ein Ritual für reiferes Lieben.

    über Liebe & Beziehung,
    über Wunden & Sehnsucht

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    Klappentext

    Mein Lieben-Können und Nicht-Lieben-Können in Worte gefasst; hinterlassene Gedichtspuren meiner Suche nach dem ‚wie geht es?‘ mit der Liebe und ohne sie, mit der Erotik, mit Beziehung, mit mehreren, mit niemandem, mit Selbstliebe, mit Bindungstraumatisierungen, mit Berührung, mit Distanz.

     

    Gedichte aus dem Zeitraum 2016-2018.

     

    11 Gedichte. 1 Geschichte. Cover-Illustrationen von Theresa Ryll (Vorderseite) und Johanna Tenberge (Rückseite). 44 Seiten. DIN A6 Graspapier. Umschlag 150 g/m². Innenseiten 110 g/m². Schriftgröße der Gedichte: 9pt. Gedruckt bei Die Grasdruckerei.

    Ein Gedicht aus dem Gedichtband
    "meine lieben und ngsten"

    Vorstellungen. Taten.

     

    In meinen Vorstellungen,

    da liebe ich polyamor,

    da küsse ich voll Leichtigkeit,

    da streichele ich schwerelos.


    In meinen Vorstellungen,

    da kann ich loslassen,

    da kann ich zulassen,

    da kann ich ja sagen.


    In meinen Vorstellungen,

    da habe ich Sex im Wald,

    da sage ich, was ich mag,

    da frage ich nach Wünschen.


    In meinen Vorstellungen,

    da lebe ich im Moment.

     

    In meinen Taten,

    da wackeln mir die Knie,

    da verkrampft sich mein Magen,

    da weiche ich aus.


    In meinen Taten,

    da schlägt mein Herz,

    da schwitzen meine Hände,

    da schweigt mein Mund.


    In meinen Taten,

    da bleib ich in meinen Vorstellungen.


    In meinen Vorstellungen,

    da weiß ich,

    dass irgendwann,

    meine Taten soweit sind.

     

    - Pierre Lischke

  • Gedichtband Nr. 3 - wandern im kokon

    über die Suche nach dem eigenen Platz
    & die Weisheit der Seele auf dem Weg dorthin

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    Klappentext

    In Bill Plotkins Buch ‚Soulcraft - Die Mysterien von Natur und Seele‘ ist die Lebensphase ‚Wanderer im Kokon‘ beschrieben als geprägt vom Losziehen und Aufbrechen, vom Finden der eigenen Aufgabe, vom Aufgeben und Zurücklassen des Gewohnten, vom Erkunden der eigenen Wunde, vom Dialog zwischen Natur und Seele. Die Gedichte in ‚wandern im kokon‘ sind die Weggefährten und Zeugen meiner persönlichen Wandererphase.

     

    Gedichte aus dem Zeitraum 2016 - 2018.

     

    12 Gedichte. Cover-Illustration von Vanessa Juergensen. 28 Seiten. DIN A6 Graspapier. Umschlag 150 g/m². Innenseiten 110 g/m². Schriftgröße der Gedichte 9pt. Gedruckt bei Die Grasdruckerei.

    Ein Gedicht aus dem Gedichtband
    "wandern im kokon"

    Da ist eine Stimme in dir
     

    Da ist eine Stimme in dir.


    Erst sagt sie dir:

    Tue mehr von dem, was dich interessiert,

    auch wenn es uncool scheint.


    Nach einer Weile sagt sie dir:

    Tue mehr von dem, was dir Spaß macht,

    auch wenn es unverschämt scheint.


    Nach einer Weile sagt sie dir:

    Folge deiner Intuition,

    auch wenn es unlogisch scheint.


    Nach einer Weile sagt sie dir:

    Höre auf dein Herz,

    auch wenn es verrückt scheint.


    Nach einer Weile sagt sie dir:

    Vertraue deiner Seele,

    auch wenn es gefährlich scheint.
     

    Nach einer Weile sagt sie dir:

    Und jetzt schau dich an.


    Das alles war deine Zukunft,

    die wusste, wer du zu sein in der Lage bist.


    Das alles war dein Leuchten,

    das durch dich scheinen will.


    Das alles war dein Lied,

    das durch dich gesungen werden will.


    Dann sagt sie:

    Jetzt leuchte.

    Jetzt singe.

     

    - Pierre Lischke

  • Gedichtband Nr. 4 - winterlinge & zugvögel

    über Gemeinschaftsbildung,
    über Suchende & Findlinge,
    über 12 junge Erwachsende, die überwintern.

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    Klappentext

    Einen Winter lang war die ‚Villa Damai‘ in der Gemeinschaft Sulzbrunn im Allgäu mein Zuhause. Als Teil der ‚Winterlinge‘ - so wurden wir überwinternden jungen Menschen von einem Gemeinschaftsmitglied getauft - versuchte ich meinen Platz im Miteinander, im Allgäu und in der Welt zu finden. Die Wesens-, Beziehungs– und Gruppenportraits in diesem Gedichtband sind Zeugen dieses, meines, unseres Versuchs.

     

    Gedichte aus dem Zeitraum Januar - Mai 2019.

     

    20 Gedichte (>>Inhaltsverzeichnis). 1 Geschichte und Cover-Illustrationen von Radka Geissler. 44 Seiten. DIN A6 Graspapier. Umschlag 150 g/m². Innenseiten 110 g/m². Schriftgröße der Gedichte: 9pt. Gedruckt bei Die Grasdruckerei.

    Ein Gedicht aus dem Gedichtband
    "winterlinge & zugvögel"

    Winterlinge

     

    Suchende unter Suchenden.
     

    Auf dem Gelände einer Sehnsuchtklinik

    haben wir uns ein Haus gebaut.

    Unsere Rücken krumm, in dem Versuch,

    inneren Fragezeichen Gestalt zu geben.

    Unsere Räume wackelig, wie das Erdbeben,

    das unsere Seelen erschüttert.


    Einzelne Herzen, meistens so groß wie Gasthäuser,

    leben auf leeren Fluren.

    Andere Herzen, manchmal so kalt wie Schneebälle,

    werfen sich auf Unbekannte.

    Unsere Stille wirft Schatten auf unsere Nacktheit.

    In verschlossenen Kammern bewahren wir das Lieben.

     

    Wir versuchen den Widerstand und schaffen es,

    dem Versuch

    zu widerstehen.


    Unsere Texte reißen Altes ein und reißen Wundes auf.

    Unsere Gedichte klingen nach Wegwæisen.

    Unsere Lieder klingen nach.


    Von außen scheinen wir wie endlose Kreisel,

    versunken in meterhohem Weiß

    ich nicht.


    Wo doch unsere Gabe darin liegt,

    den Schnee

    von unten

    zu schmelzen.

     

    - Pierre Lischke

  • Postkarte "Mein Trauma ist ein Igel" &

    über Angst vor Berührung,
    über Sehnsucht nach Berührung

    Mein Trauma ist ein Igel

    Ich kann mein Trauma nicht

    in Worte fassen.

    Nicht weil's mir an den Worten mangelt,
    sondern weil dann die ewig gleichen Sätze
    anfangen, an meinem Ohr zu knabbern.

     

    Das ist das Schlimme an den Wörtern:

    sie erinnern meinen Körper

    und beginnen, das Zittern zu fördern.

     

    Mein inneres Kind will heilen,
    dabei keine anderen im Innern verstören.

     

    Der einzige Tanz, den ich kann, ist Distanz
    im immergleichen Rhythmus von:

     

    Bitte, fass mich nicht an.
    Bitte, fass mich nicht an.

     

    Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,
    fass mich
    an.

     

    Ich kann mein Trauma nicht in Worte fassen,

    also versuch ich es mit einem ersten Bild.

     

    Mein Trauma ist ein Igel,
    der gestreichelt werden will.

     

    - Pierre Lischke

  • Postkarte "Mein Traum ist ein Babyadler"

    über Nähe,
    übers Schweben

    Mein Traum ist ein Babyadler
     

    Ich kann meinen Traum kaum

    in Worte fassen.

     

    Nicht weil's mir an den Worten mangelt,

    sondern weil dann die ewig gleichen Sätze

    aufhören mir etwas vorzumachen.

     

    Das ist das Krasse an den Wörtern,

    sie verlassen meinen Körper
    und beginnen das Wachsen zu fördern.

     

    Mein inneres Kind will spielen
    und dass innere Erwachsene es hören.

     

    Die einzige Medizin, die ich sehe, ist Nähe

    in immerneuer Dosis von:


    So viel, wie ich wähle.

    So viel, wie ich wähle.

     

    So so so so so so viel

    bis ich
    schwebe.

     

    Ich kann meinen Traum kaum in Worte fassen,

    also versuch ich es mit einem zweiten Bild.

     

    Mein Traum ist ein Babyadler,

    der gleiten lernen will.

     

    - Pierre Lischke

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    Pierre

     

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